Anlässlich der Commonwealth Games, die im Oktober 2010 in Neu Delhi stattfinden werden, hat das indische Tourismusministerium einen Verhaltenskodex zur Förderung der Sicherheit im Tourismus verabschiedet – dieser soll sowohl die lokale Bevölkerung als auch die Reisenden schützen. Auch in Südafrika gab es im Zuge der FIFA Weltmeisterschaft 2010 ähnliche Erneuerungen in der Tourismusindustrie.
Die UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) und das indische Tourismusministerium haben in Kooperation mit Save the Children India und der Pacific Asia Tourism Association (PATA) einen Verhaltenskodex für die Tourismusindustrie entworfen. Ausschlaggebend dafür sind die im Herbst 2010 stattfindenden Commonwealth Games in Indien: Vor allem Sportevents werden immer wieder zum Schauplatz von Menschenhandel - dies soll nun anhand diverser Verhaltensrichtlinien geändert werden. Der Kodex appelliert an alle am Tourismus beteiligten Personen und Organisationen, wie beispielsweise Hotels, Reiseunternehmen und Reiseführer. Ziel ist die Unterbindung von kommerzieller sexueller Ausbeutung und Verhinderung von Drogenmissbrauch sowie von sozialer und kultureller Intoleranz.
Angesprochen werden dabei nicht nur große Betriebe: Auch kleinere Hotels und Dienstleister sollen von dem Kodex Gebrauch machen und ihn im Alltagsgeschäft einsetzen. Das Tourismus-Motto Incredible India soll somit nun in allen Belangen zur gelebten Realität werden - die Commonwealth Games im Oktober werden dies zeigen. Auch in Afrika gab es grundlegende Veränderungen, welche anlässlich der diesjährigen WM passierten. Nach Kenia wurde nun auch die südafrikanische Tourismusindustrie bereichert: The Code- ein Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern im Tourismussektor wurde in Kapstadt verabschiedet. Da Südafrika nicht zu den bekannten Kindersextourismus-Destinationen zählt, wurden hiermit präventive Maßnahmen getroffen. Denn: Basierend auf der Tatsache, dass der FIFA World Cup 2010 zu einem rasanten Anstieg an Touristen führen würde, war auch die Angst um die mehr als 12 Millionen in Armut lebenden Kinder berechtigt. Mit der Unterzeichnung des Kodex von verschiedensten Tourismusunternehmen wurden Touristen bereits vor Beginn der WM aufgeklärt, dass sexuelle Übergriffe auf die Kinder des Gastgeberlandes nicht erwünscht sind. Eine weitere Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten sollte auf diesem Wege ebenfalls unterbunden werden.
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